Sabang – Mit dem Boot auf dem unterirdischen Fluss

Nach der langen Reise war die letzte Nacht sehr erholsam. Meine Unterkunft liegf abgelegen auf einer kleinen Ridge und damit sehr ruhig. Aber auch Sabang ist eigentlich noch ein ruhiger und sauberer Orf mit sehr schönem Strand.

Zwischen 9:30 und 13:00 ist aber viel los: Dann kommen die ganzen Mini-Vans aus Puerto Princesa um sich den Unterirdischen Fluss, eines der 7 Naturweltwunder, anzuschauen. Da ich aber vor Ort übernachte, können wir als erste in die Höhle. Der Ausflug kostet übrigens mit Permit, Eintrittsgeldern usw. 1300 Pesos, d.h. ca. 20€. Um 8:00 starten wir mit 7 Personen in einem kleinen Auslegerboot zum Höhleneingang, den wif nach 20 Minuten Fahrt erreichen.

Hier werden wir mit Audioguides und Helmen ausgerüstet. Dann geht es mit einem kleinen Paddelboot in die Höhle. Was mich beeindruckt : Es ist wirklich vollig still. Die Parkverwaltung achtet darauf, dass in der Höhle nicht gesprochen wird. Die Audioguides sind Teil dieses Reglements. Nur die Taschenlampe unseres Rangers/Paddlers erhellt die Tropfsteinhöhle. Wir sehen auch viele Fledermäuse. Insgesamt ist der unterirdische Fluss 8km lang und damit einer der längsten der Welt. Wir fahren 2km hinein. Wirklich toll!

Erst als wir fast wieder am Ausgang sind kommen vermehrt Boote dazu. Wir steigen wieder ins größere Boot um und fahren zurück. Leider hat man hier zu wenig Zeit. Danach mache ich noch zwei kleinere Touren entlang der Küste. Erwartungsgemäß findet man hier keine Tagesausflügler mehr. Ich hänge meine mitgebrachte Hängematte zwischen zwei Palmen und mache Nachmittagspause.

Panorama der Bucht von Sabang

Nach der Besichtigung des nicht so eindrucksvollen Wasserfalls geht es zurück zur Unterkunft – bevor es anfängt zu regnen.

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Reisen macht nicht immer Spaß

Wer meine Posts der letzten Wochen verfolgt hat könnte auf den Gedanken kommen, Reisen würde nur aus tollen Erlebnissen bestehen. Dem ist leider nicht immer so. Die Tage, die fast nur aus Transfers und Warten bestehen gehören sicherlich nicht dazu.

Heute ist so ein langer Transfertag. Ich will von Hoi An zur philippinischen Insel Palawan. Was entfernungsmässig gar nicht so schlimm aussieht artet zu einer kleinen Weltreise aus: Von Hoi An brauche ich um 11:00 einen Shuttlebus zum Flughafen von Danang. Natürlich bin ich der erste Fahrgast – sieben weitere sollen noch folgen und die sammeln wir jetzt in ganz Hoi An ein. Schließlich brauchen wir 35 Minuten zum Einsammeln und 30 Minuten für die Fahrt zum Flughafen.

Leider gibt es keinen Direktflug: Ich muss über Saigon und Manila nach Puerto Princesa fliegen. Aber nicht mit einer Fluggesellschaft, sondern mit Vietnam Airlines, Air Asia und Cebu Pacific. Schon im Vorfeld wurden alle Flugpläne teils drastisch geändert. Außerdem kommt es fast immer zu Verspätungen und zu guter Letzt muss ich das Gepäck nach jedem Flug in Empfang nehmen und wieder neu aufgeben. Da müssen die Abstände zwischen den Flügen schon sehr groß sein.

In Saigon sind es mit acht Stunden nach der Flugplanänderung aber deutlich zu viel. Leider kann ich das Gepäck auch nicht gleich wieder aufgeben. Also mache ich aus der Not eine Tugend und gönne mir gegenüber vom Flughafen eine 90min Ganzkörpermassage. Und die ist richtig gut! Ich habe schon mehrfach Massagen in meine Flugreisen eingebaut und finde das sehr entspannend. Danach dann noch in die Lounge…

Manila

Um kurz nach 2:00 früh geht es dann weiter nach Manila – wieder sehr auf einem Mittelsitz mit starrer Rückenlehne eingeklemmt. In Manila brauche ich glücklicherweise nicht das Terminal wechseln. So kommt auch hier keine Hektik auf.

Ankunft in Puerto Princesa

Mittags erreiche ich dann endlich Puerto Princesa auf der Insel Palawan. Leider funktioniert hier kein Geldautomat sodass ich Bargeld umtauschen muss, denn später wird das wohl noch schwieriger werden. Mit einem Tricycle geht es weiter zum Busbahnhof.

Mein Jeepney

Man akzeptiert schnell, dass ich keinen teuren Touri-Minibus möchte und zeigt mir den Weg zum Jeepney nach Sabang. Wieder heisst es eine Stunde warten bis der Jeepney endlich losfährt und nach weiteren 2 1/2 Stunden habe ich auch die restlichen 75km hinter mich gebracht.

Fahrt nach Sabang

30 Stunden hat dieser Transfer jetzt gebraucht und ich bin rechtschaffend müde.

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Hoi An – Die andere Seite der Stadt

Vom lebendigen und farbenfrohen Hoi An hatte ich ja schon berichtet. Nur wenig außerhalb des kleinen Stadtkerns zeigt sich aber bereits das beschauliche Landleben.

Im Horizon Homestay stehen wie in vielen anderen Unterkünften Fahrräder zur Verfügung um die nähere Umgebung zu erkunden. Also mache ich mich nachmittags nach dem My Son Ausflug noch auf zur Küste. Der Strand lädt momentan nicht gerade zu einem Sonnenbad ein. Aber die Fischteiche und Reisfelder davor sind wunderschön. Dazwischen wird Gemüse und Blumen angebaut. Insbesondere Chrysanthemen und Zierorangen haben zur Dekoration des Tet-Festes Hochkonjunktur.

Bevor es heute wieder zum Flughafen geht mache ich vor dem Frühstück eine weitere kleine Radtour. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt der Ehrenfriedhof – nicht nur für Soldaten.

Ehrenfriedhof von Hoi An

Danach besuche ich Tempelanlage Chua Long Tuyen. Es ist eine besonders schöne Anlage mit vielen Türmen und einem Garten. Herrlich hier morgens früh allein durchzuschlendern!

Mein nächstes Ziel ist das Dorf Thanh Ha, das für seine Töpfereien bekannt ist. Diese gefallen mir aber nicht sonderlich, da sie ausschließlich auf Touris ausgerichtet sind. Schön ist es aber an den Fischerbooten entlang zum kleinen Markt zu radeln.

Thanh Ha

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My Son – Das kulturelle Zentrum des alten Champa

Heute hatte ich mir vorgenommen, die Ruinen von My Son – etwa 50km von Hoi An entfernt – zu besuchen. Von Hoi An aus wird das als Halbtagesausflug angeboten, aber ich will erstens den Busladungen aus dem Weg gehen und auch etwas mehr Zeit haben. So entsteht der Plan morgens um 5:00 mit einem Motorrad aufzubrechen. Um 4:30 klingelt der Wecker – und ich drehe mich noch mal um, denn es regnet. Dann fahre ich halt nach den Bussen.

Nach dem gemütlichen Frühstück rufe ich mir um 10:00 Grab-App einen Fahrer. Zwei Minuten später ist er da. Das Schöne dabei ist, dass es über Ziel und Preis keine Diskussionen gibt. Mit 164.000 Dong, also ca 6€ bin ich dabei.

Eine Stunde später stehe ich am Eingang. Von Ansturm kann überhaupt keine Rede sein. Ich bin der Einzige, der ein Ticket zum UNESCO-Welterbe haben will. Ich laufe die 2km vom Eingang zu den ersten Tempeln – auch wenn es einen kostenlosen Elektro-Shuttle gibt.

Die ersten Ruinen sind etwas enttäuschend: viel mehr als Reste von Ziegelsteinmauern sind nicht zu erkennen. Ist das alles was von der Champa-Kultur übrig geblieben ist? Aber die weiter hinten gelegenen Gruppen sind besser erhalten bzw. restauriert.

Die Tempelgruppen erinnern an die Ruinen von Polonnaruwa auf Sri Lanka oder von Angkor in Kambodscha. Sie wurden auch etwa zur gleichen Zeit errichtet, allerdings vom Cham-Volk und waren zunächst auch hinduistische Heiligtümer. Die Tempel wurden aus Ziegel- und Sandsteinen, aber ohne Mörtel gebaut.

Zwei Stunden brauche ich für die Besichtigung. Es sind mittlerweile nur noch wenige Besucher in der Anlage und so kann ich die Ruhe inmitten des Waldes genießen. Mein Fahrer hat derweil auf mich gewartet und bringt mich zum Hotel zurück.

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Kham Duc – Hoi An: Hinein in den Massentourismus

Der letzte Tag meiner EasyRider-Tour bringt mich aus dem touristischen Niemandsland von Kham Duc hinunter an die Küste. Hoi An ist wohl sicherlich einer der am meisten von Touristen frequentierten Orte Vietnams.

Nachts hat es geregnet und auch morgens sieht es sehr grau aus. Glücklicherweise konnte ich ja gestern noch die Reisfelder im Sonnenschein genießen. Für die Abfahrt durch den Wald ist das nicht so tragisch, im Gegenteil. Die Nebelschwaden zwischen den Bäumen sind sehr reizvoll. Zwar dominiert auf dieser Strecke noch der Regenwald, aber man sieht schon, dass entlang der Straße sich die Baumplantagen und Ananasfelder breitmachen.

Das Ende der Berge markiert gleichzeitig auch den Beginn dichter Besiedlung. Einen kurzen Stopp legen wir noch bei einen Cao-Dai-Tempel ein. Diese Religion nimmt Anleihen sowohl bei asiatischen als auch christlichen Religionen. Eine entsprechend wirre Mischung findet sich auch in der Architektur des Tempels wieder. Der nächste Stopp bei einem Hindutempel aus dem 11. Jahrhundert kommt mir dann schon vertrauter vor, denn er erinnert mich an die Tempel von Polonnaruwa in Sri Lanka.

Zum Mittagessen erreichen wir Hoi An, das schon Züge einer künstlichen Stadt trägt. Jedenfalls verstellen mir die Menschenmassen und die vielen Geschäfte den Blick auf die historischen Gebäude. Vielleicht gewöhne ich mich ja die nächsten zwei Tage noch daran. Abends erleuchten viele Lampions die Stadt: Schön anzusehen, aber auch extrem inszeniert.

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Kon Tum – Kham Duc: Willkommen in der Lonely Planet freien Zone

Normalerweise ist der Lonely Planet mein ständiger Begleiter – auch weil es ihn immer wieder günstig als ebook gibt. Heute hat er mich verlassen: Das Gebiet, durch das ich reise, gibt es im Reiseführer gar nicht!

Zunächst besichtige ich aber noch etwas Kon Tum, eine durchaus ansprechende Stadt. Mich fasziniert besonders die ca. 150 Jahre alte von Franzosen erbaute Holzkirche. Sie ist von der Architektur ungewöhnlich: Das Kirchenschiff hat eine Kreuzform mit dem Altarraum in der Mitte und ist praktisch rundum verglast und dadufch sehr hell. Die Fenster sind so angebracht, dass man auch im Sitzen stets nach draußen sehen kann.

Auf der Weiterfahrt besuchen wir noch zwei Dörfer von Minderheiten, die Herstellung von Reispapier und von Ziegelsteinen. Bemerkenswert ist, dass von mir als Touri überhaupt keine Notiz genommen wird. Die Erklärungen kommen nur von meinem Guide Vien, zu kaufen gibt es nichts. Die Gegend war im Vietnamkrieg stark umkämpft und so verwundert es nicht, dass wir auch an ein paar Denkmälern vorbeikommen.

Richtig schön aber wird die Strecke erst als es wieder in die Berge hinauf geht. Ca 1100m hoch ist der Pass, über den wir heute rüber müssen. Ich bin froh auf dem Motorrad hinten zu sitzen. So kann ich den Blick immer wieder nach oben in die Baumwipfel lenken. Aus dem Auto oder Bus wäre das nicht möglich.

Kurz vor dem Tagesziel Kham Duc erreichen wir dann wieder die Reisterrassen. Die Dorfbevölkerung ist gerade damit beschäftigt, die jungen Setzlinge aus den Feldern zu nehmen und mit größerem Abstand in andere Felder zu versetzen. Eine harte Arbeit. Verblüfft bin ich dann etwas als wir plötzlich in Kham Duc vor dem Hotel stehen: 5 Stockwerke mit Aufzug und richtiv komfortabel. Irgendwie hatte ich das hier im Nirgendwo nicht erwartet.

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Dem Ho Chi Minh Trail vom Lak Lake nach Kon Tum folgen

Die nun folgenden zwei Etappen folgen im Wesentlichen dem Ho Chi Minh Trail im Westen Vietnams. Die Vietkong haben hier und in den Nachbarländern Laos und Kambodscha eine leistungsfähige Versorgungsinfrastruktur aufgebaut. Heute sind an dessen Stelle Straßen getreten.

Vom Lak Lake geht es zunächst auf kleinen Nebenstraßen weiter. So kommen wir auch durch die Dörfer ethnischer Minderheiten, die aber auf mich keinen sehr einladenden Eindruck machen. Zwar sind alte Baustile teilweise erhalten geblieben, aber die Dörfer und Menschen wirken auf mich assimilierter als im Norden. Es kommen auf den Plantagen jetzt neue Pflanzen dazu: Kakao und Cashewnüsse zum Beispiel.

Bevor wir auf der zweiten, kurzen Etappe nach Buon Ma Thuot kommen, machen wir noch einen Abstecher zum Thac Dray Sap Wasserfall. Jetzt in der Trockenzeit führt er zwar deutlich weniger Wasser, aber die Gegend ist auch so sehr schön. Auch baden können wir im Fluss. Der kleine angeschlossene Zoo ist eher als Trauerspiel zu bezeichnen. Von artgerechter Haltung kann hier keine Rede sein.

Buon Ma Thuot ist keine besonders schöne Stadt. Genügend Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten bietet sie aber. Danach wird es dann etwas trostlos. Ca 180km geht es auf der gut ausgebauten Straße nordwärts. Schwer vorstellbar, dass hier zu Zeiten des Vietnamkrieges noch dichter Dschungel war und die Gegend als malariaverseucht galt. Heute ist es ein relativ dicht besiedeltes Gebiet. Lediglich die riesigen Gummibaumplantagen fallen dazwischen auf. Mittags erreichen wir dann Pleiku und haben diese Durststrecke hinter uns gebracht.

Nach Pleiku wird die Landschaft wieder interessanter. Einige Vulkankegel sind zu sehen und unser nächstes Ziel ist denn auch ein Kratersee, der Bien Ho. Am Rand gibt es auch ekn paar Reisfelder, die gerade friscg bepflanzt sind und durch ihr helles Grün ins Auge stechen.

Kurz danach erreichen wir auf der kleinen Nebenstraße am See die Buu Minh Pagode. Auch hier fällt mir wieder der Unterschied zu den thailändischen und laotischen Tempeln auf: Es ist viel weniger farbig, eher zurückhaltend elegant. Unser Tagesziel ist Kon Tum. Das Konklor Hotel liegt etwas außerhalb dicht an einer Brücke von der man den Sonnenuntergang beobachten kann. Obwohl ich zuerst Bedenken hatte, bei den im Easy-Rider-Paket enthaltenen Unterkünfte mit sehr einfachen Zimmern zufrieden sein zu müssen, hat sich das nicht bewahrheitet. Doppelzimmer in Mittelklassehotels bekommt man hier schon für um die 10€.

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Dalat – Lak Lake: Auf dem Easy Rider Klassiker

Dalat ist die heimliche Hauptstadt der Easy Rider: Es gibt mehrere Anbieter und ca. 300 Fahrer. Die populärste Strecke führt von Dalat nach Hoin in fünf bis sechs Tagen. Und so ist es kein Wunder, dass ich heute immer wiedef andrren Easy Ridern begegne.

Die Umgebung von Dalat bietet mehrere touristische Attraktionen und einige davon stehen heute auch auf meinem Plan. Zunächst machen wir einen kurzen Stopp bei einem der Gewächshäuser, die mir ja gestern schon aufgefallen waren. Hauptsächlich werden hier Rosen, Gerbera und Lilien angebaut. Dann geht es weiter zu einer Wieselfarm, einem Kaffeeveredelungsbetrieb. Die Kaffebohnen werden zunächst von den Wieseln gefressen und wieder ausgeschieden, dann gewaschen und wie üblich weiterverarbeitet. Das Ergebnis ist ein kräftiger, aber runder Kaffee zu einem besonderen Preis. Die Haltung der Wiesel in Käfigen finde ich aber nicht sehr artgerecht.

Das nächste Ziel, eine kleine Seidenmanufaktur ist da schon interessanter: Hier wird der gesamte Prozeß vom Anbau der Maulbeerbäume, dem Sammeln der Kokons, der Herstellung, des Webens und Färbens abgedeckt. Hierfür kommen uralte Maschinen zum Einsatz. Der Webstuhl wird z.B. durch eine frühe Form von Lochkarten gesteuert.

Danach geht es weiter zum Elefanten-Wasserfall praktisch direkt neben der Seidenmanufaktur. Wieder ein eindrucksvoller Fall. Es geht auf einem steilen und rutschigen Pfad hinunter. Zwischendurch kann man sogar ganz nah ran bis die Gischt einem die Sicht vernebelt. Wieder oben angekommen kann ich dann die gleich daneben liegende Linh An Pagode besuchen. Der große lachende Buddha reicht aber nicht mehr, denn jetzt wird eine über 40m hohe Buddhastatue gebaut.

Durch Kaffeeplantagen und Wald geht es teils auf Sandstraßen weiter. Es ist eine wirkluch schöne Strecke, die nachmittags noch einige Höhepunkte bereithält. Besonders interessant finde ich die schwimmenden Dörfer im Buoch Dong, deren Bewohner ursprünglich aus dem Mekong Delta stammen. Rechtzeitig vor der Dämmerung erreichen wir den Lak Lake, wo wir in einem traditionellen Langhaus übernachten.

Der Stausee Buoch Dong

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Dalat – ein vietnamesischer Ferienort

Dalat ist eine für Vietnam ungewöhnliche Stadt: Durch ihre Lage im Hochland ist das Klima viel angenehmer. So hat sich Dalat zu einer Art Sommerfrische, einem Ferienort für Vietnamesen entwickelt. Ich verbringe hier einen Ruhetag bevor es mit dem Motorrad weitergeht.

Mein erstes Ziel ist die Linh Son Pagode. Das ist natürlich kein Ausflugsziel für Vietnamesen und deshalb bin ich der einzige Besucher. Die im Garten des Tempels stehende Pagode ist sehr hübsch, fällt aber erst auf den zweiten Blick auf. Ich schlendere weiter durch die Stadt, in der mir viele Bauten aus der französischen Kolonialzeit auffallen.

Das nächste Ziel ist das Crazy House, eine der Hauptattraktionen von Dalat. Die Eigentümerin hat ihrer Phantasie hier freien Lauf gelassen. Mit Beton wurden natürliche Formen nachempfunden. Man kommt sich vor, als würde man durch ein riesiges Baumhaus laufen – über Wurzeln und schmale Brücken. Und in der Tat überwuchert dieser Komplex immer mehr Häuser in der Nachbarschaft und macht daraus ein Disneyland.

Am See entlang geht es weiter zum kleinen Bahnhof. Heute fährt hier nur noch ein Touristenbähnle in das Umland. Allerdings ist die Fahrt nicht besonders lohnend, da sie nur durch Gewächshäuser für Blumen führt, also durch ein Meer von Plastikfolie.

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