Cebu – hin und weg

Die letzte Station meiner diesjährigen Südostasien-Reise ist Cebu. Ich habe absichtlich einen Puffertag eingebaut, denn man weiss ja nie was mit den lokalen Verkehrsmitteln gerade nicht funktioniert und dadurch den internationalen Flug gefährden könnte.

Wie auch bei der Hinreise zu den Camotes Islands nehme ich auch jetzt die Slowferry von Consuelo nach Danao. Allerdings brauchen Bus und Taxi heute wegen des stehenden Verkehrs deutlich länger.

Mir ist schnell klar: Hier zwei Tage zu verbringen wäre zumindest einer zuviel. Deshalb schaue ich mich im Netz nach einer Wanderung im Hinterland um und werde fündig: Der Budlaan-Sirao-Trail scheint das Richtige für mich zu sein.

Am nächsten Morgen fahre ich die ca. 15km nach Budlaan mit dem Taxi. Der Fahrer ist gar nicht begeistert, denn das liegt ihm zu weit draußen und zurück kriegt er mit Sicherheit keine Fahrt. Dennoch bringt er mich schließlich zum Ziel. Aber wie klappte das eigentlich in den Offline-Zeiten als der Fahrgast den Fahrer noch nicht mittels Google-Maps lotsen konnte?

Ich bin schon vor 8:00 am Ausgangspunkt und natürlich der erste Wanderer. Wieder bieten sich einige Führer an. Ich lehne dankbar ab, aber höre auffällig häufig „Viel Glück“ und „Sei vorsichtig!“. Ich wandere hinab zum Kabang-Wasserfall, an dem ich natürlich auch der Einzige bin. Und nun wird mir der Grund für die guten Wünsche klar: Es geht steil und absturzgefährdet neben dem Wasserfall hoch. Nicht immer finden die Füße sicheren Halt und die Hände eine Wurzel oder einen Felsen. Es klappt dann schließlich doch, wenn auch langsam.

Danach komme ich schnell in eine liebliche Almenlandschaft. Früher war hier wohl auch mal ein Golfplatz. Erst kurz vor dem Gipfel des Sirao Peaks mit 700m wird es wieder dichter bewachsen.

Panorama vom Sirao Peak

Man hat von hier eine schöne Aussicht über Cebu auf das Meer. Der Abstieg erfolgt dann auf einer anderen Route um wieder an die Hauptstraße zu gelangen. An ihr liegt auch der Temple of Leah, einem 2012 von einem Mann aus Liebe zu seiner Frau Leah gebauten Tempel mit großer Panoramaplattform. Irgendwie kurios.

Mit dem Jeepney geht es dann für 15 Pesos wieder zurück ins Stadtzentrum. Ein wenig Kultur muss dann doch noch sein: Die Basilika, das Magellan-Kreuz und das alte Fort besichtige ich noch zum Abschluss.

Die Wanderung war wirklich schön und hat mir eine so gar nicht erwartete Seite von Cebu gezeigt. Es wurde doch noch ein schöner Abschluss meiner achtwöchigen Tour durch Südostasien.

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Pacijan und Tulang Diot

An meinem letzten Tag auf den Camotes Islands möchte ich ein paar Plätze aufsuchen, die ich bei der ersten Erkundung auslassen musste. Außerdem will ich die Athmosphäre nochmal aufsaugen – es muss jetzt ja für eine Weile reichen.

Küste von Pacijan

Das erste Ziel ist die kleine Nachbarinsel Tulang Diot. Als ich bei den Fährbooten ankomme sind gerade keine anderen Touristen da. So habe ich ein Privattaxi. Die Überfahrt dauert nur 5 Minuten. Am Strand sehe mich nur kurz um, dann fällt die Entscheidung zwischen Inselerkundung und Schnorcheln für ersteres.

Von Land aus sieht die Insel fast unbewohnt aus, aber das täuscht. Direkt hinter dem Strand liegt ein relativ großes Dorf mit kleinen Hütten. Hierher kommt aber kaum einer der Touristen. Hinter der Schule geht dann aber noch ein Weg weiter, der praktisch die ganze Insel entlang führt, denn hier wird intensiv Landwirtschaft betrieben: Viel Maisanbau, aber auch Bananen, Tapioka und Ananas. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Nach der Wanderung lege ich mich am Strand noch etwas in meine Hängematte bis ich von einer Gruppe junger Backpacker gestört werde, die sich lautstark über die Ziplines und Adventure Parks austauschen – ohne einen Blick für die Umgebung, in der sie sich gerade befinden. Noch wird diese Gruppe offensichtlich noch nicht hinreichend zufriedengestellt, obwohl ich wenig später an der ersten Zipline der Camotes vorbeikomme.

Das nächste Ziel ist der Lake Danao, einem großen See, an dem sich erste Freizeitaktivitäten finden. Ich mache aber nur einen kurzen Spaziergang am Ufer.

Eingang zur Heaven Cave

Nachmittags will ich noch eine Höhle besuchen. Die Holy Crystal Cave kann ich nicht finden, so nehme ich dann die Heaven Cave. Auch hier führt wie gestern der Eingang aus einem Garten heraus unvermittelt in die Tiefe. Wieder bin ich der einzige Besucher. Die Höhle ist hüfthoch mit Wasser gefüllt, das zum Baden einlädt. Der beleuchtete Bereich ist aber nicht sehr groß. Mit meiner Stirnlampe komme ich aber noch etwas weiter und hier wird es dann sehr schön. Die 30 Pesos haben sich auf jeden Fall gelohnt.

In Santiago Bay probiere ich noch ein zweites Restaurant aus. Die knusprige Tortilla ankommeh 60km komme ich wieder in San Francisco an. Die Insel hat auf mich einen unspektakulären, aber schönen und authentischen Eindruck gemacht. Es braucht gar nicht immer die großen Sehenswürdigkeiten.

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Poro – der zweite Flügel des Schmetterlings

Die Camotes Islands werden auch als Schmetterlingsinseln bezeichnet, weil die beiden Hauptinseln Pacijan und Poro wie zwei Schmetterlingsflügel aussehen – verbunden durch einen Mangrovenwald. Gestern habe ich Pacijan umrundet, heute ist Poro dran.

Ich mache mich im Uhrzeigersinn auf den Weg. Dabei komme ich immer wieder durch kleine Dörfer wie z.B. Esperanza. Von Touristen ist hier nichts zu sehen und so werde ich auch überall freundlich begrüßt. Die kleine Straße hält immer Abstand zur Küste. Man merkt, dass diese jedes Jahr durch Taifune heimgesucht wird. An der Küste finden sich nur einige armselige Fischerhütten, die über Stichwege erreichbar sind.

Am anderen Ende der Insel befindet sich die Bukilat Cave. Diese kleine Höhle ist voll erschlossen und liegt in einer Gartenanlage. Aber ich habe Glück und bin der einzige Besucher.

Nach der gestrigen Höhle habe ich mir nicht allzu viel versprochen, werde aber positiv überrascht. Die Höhlendecke hat einige Löcher durch die das Lucht hineinfällt und eine schöne Stimmung erzeugt. Hier gibt es zwar keine Fledermäuse, aber viele Salanganen (Seglervögel), die in die dunklen Teilen der Höhle nisten.

Wie zuvor auch an der Nordküste, unternehme ich auch hier an der Südküste wieder einen Schnorchelversuch. Obwohl es ein Marine Sanctuary ist, gibt es kaum lebende Korallen und Fische. Schade!

Dafür komme ich wieder an einigen Mangrovensümpfen vorbei. Auch hier gibt es aber neben üblichen buschigen Mangrovenbäumen auch große frei im Wasser stehende Solitärbäume.

Zum Essen fahre ich nachmittags dann nochmal nach Santiago, denn es gibt sonst praktisch nirgendwo Restaurants.

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Pacijan – Die unspektakuläre Schönheit der Camotes Islands

Es ist schon schwierig überhaupt etwas über die Camotes Islands in Erfahrung zu bringen. Der Lonely Planet fasst sich da sehr kurz und auch im Internet finden sich nur wenige Hinweise auf Sehenswürdigkeiten. Und was ich gefunden habe liest sich eher zweit- bis drittklassig. Aber eines ist klar geworden: Ohne Motorrad geht es auch hier nicht.

Dörfliche Idylle

So mache ich mich also von San Francisco aus auf den Weg die Insel Pacijan zu umrunden. Schnell wird deutlich: Diese Insel ist anders als die bisher besuchten. Es ist die bisher entschleunigste Insel. Autos gibt es kaum und auch die Motorräder sind überschaubar; ebenso die Touristen.

So stellt man sich die Tropen vor

Die Insel ist recht dicht bewaldet, meist mit Kokospalmen und Bananen durchmischt. Dazwischen Hütten, die häufig noch aus Palmmatten hergestellt sind. Es sieht also ganz so aus wie man sich eine tropische Insel vorstellt. Und dieses Mal bin ich noch vor der touristischen Entdeckung da obwohl die Insel ja nur gut zwei Stunden von Cebu entfernt ist.

Bei der Timubo Cave mache ich einen Besichtigungsstopp. Diese Höhle wurde im Führer und Reiseberichten erwähnt, ist aber eher unspektakulär.

Auf dem Kalvarienberg

Mich verwundert aber, dass der nahe gelegene Kalvarienberg nirgendwo erwähnt wird. Der Wallfahrtsweg ist mit lebensgroßen Figuren realitätsnah geschmückt. Oben angekommen – außer mir ist niemand hier unterwegs – ist dann die große Kreuzigungsszene dargestellt – vor einer tollen Kulisse. Auf der einen Seite sieht man auf den Lake Danao, auf der anderen Seite auf die vorgelagerte Insel Tulang Diot und weiter bis nach Leyte.

Tulang Diot
Lake Danao

Weiter geht es an der Westküste, wo mehrere schöne Strände liegen. Manche sind öffentlich zugänglich, andere in Privatbesitz und abgesperrt. Die eigentliche Attraktion sind aber die herrlichen Kokospalmenwälder, durch die man praktisch ohne Verkehr kommt.

Fischerboote am Strand

An der Südküste liegt die bekanntere Santiago Bay mit ihrem großen White Beach. Momentan ist Ebbe und der weisse Sand erstreckt sich auf über 100m Breite. Es gibt sogar drei kleine Lokale, die Essen anbieten. Ich probiere eine Sinigang-Fischsuppe, sauer mit Tamarinde und Ingwer.

Santiago White Beach

Nach 60km komme ich wieder in San Francisco an. Die Insel hat auf mich einen unspektakulären, aber schönen und authentischen Eindruck gemacht. Es braucht gar nicht immer die großen Sehenswürdigkeiten.

Am Fuß des Kalvarienberges

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Von Siquijor zu den Camotes Islands – eine lange Seereise

Mein letzter Tag auf Siquijor. Ich habe für 13:00 wieder meinen Fahrer bestellt, kann mir so den Vormittag noch frei einteilen. Ich habe aber eigentlich keine große Lust noch wegzugehen. Also frage ich mal bei der Rezeption, ob man vor dem Resort auch schnorcheln könne. Keine Ahnung!

Also probiere ich es einfach mal. Wir haben gerade Ebbe und der Strand ist sehr flach, liegt jetzt also frei. Ich laufe also eine Weile bis Seesterne und Seeigel zunehmen. Nun beginne ich mit dem Schnorcheln in gerade knietiefem Wasser. Es ist ein ungewöhnliches Gelände: Seegras, Tang und dazwischen Korallenblöcke. Aber das Wasser ist wieder extrem klar und man kann viel Kleintiere entdecken: Würmer, Nacktschnecken, Seenadeln, kleine Strahlenfeuerfische. Es macht Spaß!

Ich packe meine Sachen und esse noch im Hotelrestaurant Minisquids Adobo da es abends wohl nichts geben wird. Um 13:00 ist dann auch John da.

Wir steuern zunächst den Langaan Wasserfall bei Lazi an. Hier wollen sie wieder, dass mich ein Führer begleitet – allerdings ohne dafür außer den 60 Pesos Eintritt etwas zu verlangen. Offensichtlich gab es wohl auch hier schon Probleme mit Diebstählen.
Zurück zum Resort geht es über die schlecht ausgebaute Küstenstraße. Das Motorrad ist etwas kleiner als das auf der Hinfahrt und so muss ich die große Tasche jetzt auf den Rücken nehmen. Weit ist es ja nicht bis zum Hafen Larena.
Unterwegs machen wir noch einen Stopp bei der Kirche von Siquijor und an einem Mangrovenresort. Ein paar sehr einfache Hütten sind über einen Steg verbunden. Es ist nur ein kurzer Steg, aber sehr schön. Mich würde interessieren, was die Männer unter mir mit Harpunen im Schlick jagen…

Abfahrt in Larena

In Larena habe ich noch etwas Zeit bis die Fähre von Lite Ferries kommt. Es ist eine richtige Autofähre mit zwei Personendecks.

Sieht eher aus wie ein Lazarettschiff

Beide Decks sind offen und stehen voll mit Doppelstockbetten. So ist die Nacht dann doch etwas bequemer als erwartet.

Zwischenstopp in Cebu

Morgens um 4:15 laufen wir in Cebu ein. Mein erstes Ziel ist der Ticketschalter, denn ich habe ja noch kein Anschlussticket für die Comotes Islands. Und damit wird es auch schwierig, denn Golden Shipping fährt die Strecke nicht mehr und die Fähre von OceanJet ist wieder mal kaputt. Ich solle eine Fähre ab Danao 20km weiter nördlich nehmen.

Die Fähre zu den Camotes Islands

Also: Taxi zum Busbahnhof, Bus suchen nach Danao. Das klappt recht gut, denn schon um 5:20 fährt der Bus los. Um 8:30 geht dann die Fähre bei Danao. Nach gut zwei Stunden erreichen wir Consuelo. Es wartet schon ein Bus, der mich in die Inselhauptstadt San Francisco bringt. So ging alles – trotz der Umplanung – schneller als gedacht.

San Francisco ist ein müdes Städtchen, das auch nicht auf Touris eingestellt ist. So suche ich vergeblich ein richtiges Restaurant mit warmem Essen. Die Straßenlokale servieren nur erkaltetes Essen aus Servierschüsseln.

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Mit dem Habal-Habal auf Siquijor

Als Einzelreisender ist ein Habal-Habal eine kostengünstige Transportmöglichkeit: Ein Motorradfahrer bietet sich als Taxi an – auf Siquijor ganz offiziell. Man kann aber auch einen Fahrer gleich für den ganzen Tag buchen und das habe ich heute getan Für 800 Pesos fährt er mich wohin ich möchte. Natürlich kennt er auch die touristischen Attraktionen, aber es empfiehlt sich schon, sich vorher schlau zu machen um die richtige Auswahl treffen zu können.

Um 8:00 geht es los. Unser erstes Ziel ist der Lugnason-Wasserfall, der nur unweit von San Juan liegt. Ich bin morgens hier noch allein und genieße die Stimmung mitten im Wald. Überraschenderweise findet sich hier ein gut markiertes Wegenetz, das vor wenigen Jahren von Voluntären angelegt wurde und an einer ganzen Kette von Wasserfällen entlang führt.

Oberhalb der Cambugahay Falls

Der nächste große Wasserfall, die Cambugahay Falls, sind schon deutlich belebter. Sie sind auch Ausflugsziel für die örtliche Jugend, die hier badet und springt. Auch hier sind es nicht nur die Falls, die mich faszinieren, die Umgebung ist traumhaft.

Natürlich besuchen wir auch noch den uralten und ensprechend großen Ficus, an dessen Fuß ein Footspa liegt. Auch ich strecke meine Füße hinein, vergesse aber die Schürfwunde am Schienbein vom gestrigen Tag. Die Fische nehmen das dankbar an und stürzen sich wie die Piranhas auf mich. Etwas merkwürdig ist das Gefühl sowieso, da manche Fische bis zu 20cm lang sind und über ein ordentliches Gebiss verfügen.

Nach dem Besuch der Kirche von Lazi möchte ich eigentlich an den abgelegen im Südosten der Insel gelegenen Kagusua Beach. Der Zugang ist allerdings versperrt. Wegen sich häufender Diebstähle und Überfälle, erklärt uns ein Anwohner, sei der Strand offiziell gesperrt. Auch in der Maria Bay finden wir das gleiche Bild. Offensichtlich gibt es hier ein massives Problem im Paradies.

So fahren wir schließlich ganz in den Norden zur Tulapos Marine Reserve. Landschaftlich sind die Mangroven sehr schön. Der Schnorchelausflug mit Guide ist aber eine Enttäuschung: Es herrscht heftiger Wellengang und die Sicht ist sehr schlecht. Von den versprochenen Barrakudaschwärmen keine Spur.

Das letzte große Ziel ist die Cantabon Cave im Zentrum der Insel. Mit Helm und Stirnlampe ausgestattet schließe ich mich einer Dreiergruppe mit Guide an. Die Höhle ist eng und teilweise hüfthoch mit Wasser gefüllt. Man muss ordentlich krabbeln und das Klettern über die Tropfsteine und Felsen ist nicht ganz ungefährlich.

Der anschließende Abstecher zum Gipfel des Mount Malabahoc ist die Mühe nicht wert, denn die Aussicht ist bei dem schlechter werdenden Wetter eher mau.

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Bohol – Siquijor, nur ein kleiner Hüpfer

Mein nächstes Ziel ist Siquijor, die südliche Nachbarinsel von Bohol. Es gibt eine direkte Fährverbindung sodass es nur 1 1/2 Stunden mit dem Katamaran von Oceanjet sind. Allerdings gibt es nur zwei Fahrten täglich. Ich habe für 10:20 gebucht.

Kathedrale von Taglibaran

Ich fahre mit einem Sammeltaxi nach Taglibaran. Über meine große Reisetasche ist im Berufsverkehr natürlich niemand glücklich, aber so wird halt noch etwas enger zusammengerückt. In Taglibaran springe ich bei der Kathedrale raus, die mittlerweile auch fast vollständig repariert ist. Allerdings sind die Fresken für meinen Geschmack etwas zu bunt ausgefallen, aber das gibt sich ja schnell.

OceanJet Katamaran

Nachdem ich die Check in Prozedur hinter mich gebracht habe, muss ich noch etwas warten, aber die Fähre ist pünktlich. Leider kann man bei diesem Schiffstyp nicht ins Freie, sodass die Fahrt nicht sehr erlebnisreich ist. In Larena angekommen habe ich Glück, dass ich schnell einen Habal-Habal-Fahrer finde, der mich mit Gepäck schnell und günstig zum Resort bringt.

Hotelstrand des Charisma Beach Resort

Mit dem Charisma Beach Resort habe ich wieder mal Glück gehabt: Es liegt direkt an einem Palmengesäumten weißen Naturstrand. Und mein Bambusbungalow entspricht genau meinem Geschmack.

Solangon Beach

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Bohol – eigentlich schon zu groß

Bohol hat den Ruf, dass es die Philippinen im Kleinen abbilden würde, d.h. dass man die unterschiedlichen Landschaften dort kennenlernen könne. Erstens ist das natürlich übertrieben, zweitens ist die Insel zu groß um sie sinnvoll über Tagesausflüge entdecken zu können.

So deckt auch die Standardtour, die überall angeboten wird, nur einen kleinen Teil ab. Ich orientkere mich trotzdem daran, nehme mir aber einen privaten Fahrer um dem Massenansturm zu entgehen. Fas grlingt aber nur teilweise, da wir wegen eines Defekts eine Stunde zu spät loskommen.

In Dauis und Baclayon besichtige ich zwei katholische Kirchen aus dem 16. Jahrhundert. Hier sind die Erdbebenschäden von 2013, die viele der alten Kirchen auf Bohol getroffen haben, mittlerweile weitgehend repariert worden.

Die Chocolate Hills auf Bohol

Zunächst an der Küste, dann durch Reisfelder geht es in Landesinnere. Das nächstes Ziel sind die Chocolate Hills. Zahllose halbrunde Karsthügel bedecken die Landschaft. Während es an derem Fuß fast überall bewaldet ist, sind die Hügel nur von Gras bedeckt, das in der Trockenzeit braun wird – daher der Name! Momentan sind sie aber noch eher grün.

Nun geht es auf den Rückweg. Während mein Fahrer direkt die Mittagspause am Loboc River ansteuern möchte, beharre ich auf Zwischenstopps am Schmetterlingsgehege und im Akazienwald, der nach dem 2. Weltkrieg zur Wiederaufforstung angelegt wurde. Erst danach steuern wir Loboc an.

Loboc ist ein gewaltiger Touristenrummel. Ein Schiff mit 60 Personen nach dem anderen wird befüllt um dann mit einem Mittags Buffet den Looboc River hinaufzugleiten. Wie nicht anders zu erwarten ist das Essen nicht gerade überragend. Am Folgetag habe ich dann auch einen schönen Dünnschiss! Die Flussfahrt ist dann aber doch sehr schön. Der Loboc schlängelt sich durch Bäumen und Kokispalmen hindurch.

Ein Kobold-Maki mit seinen riesigen Augen

Das letzte Highlight der Tour ist schließlich das Tarsier Sanctuary, also eine Pflegestation für die bedrohten Kobold-Makis. Diese niedlichen Tiere sind mit ungefähr Handgröße die kleinsten Primaten. Sie werden hier nur durch einen Zaun vor Feinden geschützt, können sonst aber ganz natürlich leben. Tagsüber sind sie in Ruheposition immer an ihrem gleichen Stämmen. So kann man sie aus ca. 1m in ihrem natürlichen Habitat beobachten.

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Panglao – mehr als nur Alona Beach

Panglao, die kleine Nachbarinsel Bohols, ist gleichzeitig quasi auch dessen Bettenburg. Genauer gesagt trifft das aber hauptsächlich auf Alona Beach im Südwesten der Insel zu.

Ich habe mein Quartier an der Nordküste bezogen im Casa della Campagna oder auch am AdW. Hier findet Tourismus nur am Rande statt auch wenn in der Nähe ein Luxusresort liegt – von dem aber nichts nach draußen dringt. Mein erster Ausflug geht zunächst in die Inselhauptstadt Panglao, einem eher verschlafenen Nest mit einer großen Kathedrale. Dahin gelange ich mit einem Habal-Habal, also einem Motorrad-Taxi. Den Fahrpreis muss ich erst wieder von 200 auf 50 Pisos runterhandeln.

Von Panglao-Stadt geht es dann wieder mit dem Motorrad weiter zum Dumaluan-Strand an der Südküste. Dieser ist noch nicht so überfüllt wie Alona-Beach. Dumaluan Beach verfügt über einen kilometerlangen palmengesäumten Sandstrand hinter dem die Resorts liegen. Obwohl der Strand selbst frei zugänglich ist, sind öffentliche Strandzugänge Mangelware. Ich erkaufe mir den Zugang für 25 Pisos. Ich finde auch zwei Palmen unter denen ich meine Hängematte aufspannen kann. Ein Hotelangestellter kommt hinzu. Allerdings nicht um mich zu vertreiben, sondern mit der Bitte, mich andersrum hinzulegen damit die Kokusnuss nicht meinen Kopf trifft!

Dann folgen 3km Strandwanderung bis die Felsen beginnen. Dort mache ich wieder Pause in einer Minibucht, die von einem großen Baum beschattet wird, der gleichzeitig zum Aufhängen der Hängematte dient. Als ich wieder zurück will stelle ich jedoch fest, dass die Flut gekommen ist und nun das Wasser schon hüfthoch steht.

Eine kleine Treppe führt hinauf. Das Gelände dahinter ist zwar abgezäunt, aber ich krieche hindurch. Kurz vor dem Ort kommt es dann wie es kommen musste: Ein weiteres Tor mit Wachposten! Da dieser aber so schön über dem Passierbuch schläft, möchte ich ihn auch nicht wecken und schlüpfe vorbei.

Danach quere ich die Insel bis zu meinem Quartier im Norden. Insgesamt waren es 13km Wanderung.

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Von Palawan nach Panglao – wieder ein voller Reisetag

Heute geht es mit dem Minivan (500 Pesos) von Port Barton in die Inselhauptstadt von der aus ich morgen nach Cebu fliegen möchte.

Früh morgens in Port Barton

Ich habe die Fahrt aber auf den Nachmittag geschoben, da ich dann noch einmal zum White Beach laufen kann. der Strand ist einfach traumhaft und sehr schön gepflegt. Dafür zahle ich dann auch gern 50 Pesos Eintritt.

Und sogar guten LTE-Empfang zum Bloggen gibt’s – schließlich gehört White Beach einem einflussreichen Politiker.

Good Morning, White Beach!

Ich spanne meine Hängematte auf (ein echter Luxus, auf den ich nicht mehr verzichten möchte) und genieße den Tag.

Blick aus meiner Hängematte auf White Beach

Das heißt: Bis ich in den Minibus einsteige. Denn der ist wieder extrem eng und für europäische Langbeine einfach nicht gebaut. Trotz Schmerztablette sind die 3 1/2 Stunden nach Puerto Princesa eine Qual. Dort übernachte ich in einem Flughafen-nahen Hostel in einmaligen Lage: Hinter einer großen Shopping Mall.

Flug von Palawan nach Cebu

Am nächsten Morgen geht es dann weiter mit dem Cebu Pacific nach Cebu. Der Flug ist fast pünktlich, das Taxi vom Flughafen zum Pier, das ich mir mit zwei Backpackerinnen teile, kommt auch gut durch und so kriegen wir die Fähre um 13:00. Leider regnet es etwas sodass wir von der Fahrt kaum etwas mitbekommen.

In Tagbilaran versuchen mich die Tricycle-Fahrer wieder übers Ohr zu hauen. Ich gehe wohl wieder mal als „Walking Dollar“ durch. Das Verhalten ist schon respektlos und ich lasse mich auch gar nicht erst auf Diskussionen ein. In der Stadt finde ich einen Fahrer, der mich zur Unterkunft bringt. Diese liegt schon sehr abgelegen und ich muss mal schauen wie ich die nächsten Tage vorankomme.

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